Du möchtest Singen lernen und fragst Dich, wie oft Du eigentlich üben solltest?
Jeden Tag? Mehrmals pro Woche? Eine Stunde am Stück? Oder reicht es, wenn Du am Wochenende Deinen Lieblingssong unter der Dusche schmetterst?
Die gute Nachricht zuerst:
Du musst nicht jeden Tag stundenlang singen, um Fortschritte zu machen.
Gerade als Anfänger ist nicht entscheidend, möglichst lange zu üben. Viel wichtiger ist, dass Du regelmäßig, bewusst und mit einer guten Technik trainierst.
Denn Deine Stimme ist kein Bizeps, den Du einfach mit immer mehr Wiederholungen größer trainierst. Beim Singen müssen Gehör, Atmung, Stimmapparat, Körper und musikalische Wahrnehmung miteinander arbeiten. Das braucht Zeit – und vor allem Wiederholung.
Aber wie oft ist nun sinnvoll?
Für viele Anfänger sind kurze, regelmäßige Übungseinheiten von etwa 10 bis 20 Minuten an mehreren Tagen pro Woche ein sehr guter Ausgangspunkt. Wenn sich Deine Stimme wohlfühlt und Du Freude daran hast, kannst Du die Übungszeit später allmählich steigern.
In diesem Artikel erfährst Du, wie oft Du als Anfänger singen üben solltest, wie lange eine gute Übungseinheit dauert, ob tägliches Singen sinnvoll ist und wie Du einen einfachen Übeplan für Deine Stimme erstellst.
Wenn Du gerade mit dem Singen anfängst, kannst Du Dich zunächst an einer einfachen Regel orientieren:
Lieber regelmäßig und kurz als selten und extrem lang.
Ein sinnvoller Einstieg kann beispielsweise so aussehen:
Wenn Du Spaß daran hast, kannst Du natürlich auch häufiger singen.
Entscheidend ist, dass Deine Stimme die Belastung gut verträgt.
Du musst also nicht denken:
„Wenn ich nur 15 Minuten übe, bringt das bestimmt nichts.“
Doch.
Gerade beim Lernen neuer Bewegungsabläufe sind regelmäßige Wiederholungen sehr wertvoll.
Deine Stimme muss nicht nur „stärker“ werden. Dein Körper muss lernen, wie bestimmte Bewegungen koordiniert werden.
Und dafür sind viele kleine Lerngelegenheiten oft hilfreicher als eine einzige riesige Trainingseinheit.
Grundsätzlich kannst Du als Anfänger durchaus täglich singen.
Aber „jeden Tag singen“ bedeutet nicht automatisch:
Jeden Tag eine Stunde Vollgas geben.
Wenn Du jeden Tag 10 bis 15 Minuten entspannt übst, kann das eine gute Möglichkeit sein, eine Routine aufzubauen.
Du kannst beispielsweise an einem Tag Tonhöhen trainieren, am nächsten Tag an einem Song arbeiten und am dritten Tag Atem- und Stimmeinsingübungen machen.
So bekommt Deine Stimme Abwechslung.
Es macht einen Unterschied, ob Du:
15 Minuten entspannt und kontrolliert übst
oder
60 Minuten mit hoher Lautstärke und viel Spannung singst.
Die zweite Variante kann Deine Stimme deutlich stärker beanspruchen.
Wenn Deine Stimme müde, rau oder unangenehm wird, solltest Du das Training reduzieren oder eine Pause machen.
Singen sollte nicht wehtun.
Für Anfänger sind 10 bis 20 Minuten konzentriertes Üben häufig völlig ausreichend.
Du kannst später längere Einheiten ausprobieren.
Dabei musst Du nicht die komplette Zeit durchgehend singen.
Eine Übungseinheit kann beispielsweise so aussehen:
2–3 Minuten:
Locker aufwärmen
3 Minuten:
Tonhöhen und Gehör trainieren
3 Minuten:
Einfache Gesangsübungen
3 Minuten:
An einer schwierigen Stelle eines Songs arbeiten
3 Minuten:
Einen Song entspannt singen
Fertig.
Das ist bereits ein kleines, strukturiertes Gesangstraining.
Und wenn Du danach noch Lust hast?
Dann kannst Du natürlich weitermachen.
Stell Dir vor, Du lernst eine neue Melodie.
Am ersten Tag übst Du sie 45 Minuten lang.
Nach den ersten 15 Minuten klappt es gut.
Nach 25 Minuten wirst Du unkonzentriert.
Nach 35 Minuten singst Du die Stelle immer wieder falsch.
Nach 45 Minuten bist Du frustriert.
Was hat Deine Stimme jetzt eigentlich gelernt?
Leider möglicherweise auch einige der falschen Bewegungen.
Deshalb ist es oft sinnvoller, eine schwierige Übung zu beenden, bevor Deine Konzentration komplett nachlässt.
Eine kurze Pause und ein neuer Versuch am nächsten Tag können deutlich produktiver sein.
Beim Singen lernen geht es deshalb nicht nur um Trainingsdauer.
Es geht um die Qualität der Wiederholungen.
Das hängt davon ab, was Du verbessern möchtest.
Wenn Du beispielsweise Schwierigkeiten hast, Töne sauber zu treffen, kannst Du regelmäßig Übungen zur Intonation machen.
Wenn Du Probleme mit hohen Tönen hast, kann Dein Training andere Schwerpunkte haben.
Wenn Deine Stimme schnell ermüdet, sollte zunächst die Belastung betrachtet werden.
Für Anfänger kann eine Mischung aus verschiedenen Bereichen sinnvoll sein.
Tonhöhe
Treffe ich die Töne sicher?
Atem
Kann ich meinen Atem ruhig und kontrolliert einsetzen?
Stimmeinsatz
Beginne ich Töne entspannt?
Resonanz und Klang
Wie verändert sich der Klang meiner Stimme?
Beweglichkeit
Kann ich mich sicher zwischen verschiedenen Tonhöhen bewegen?
Rhythmus
Singe ich im richtigen Timing?
Ausdruck
Kann ich einen Song musikalisch gestalten?
Du musst natürlich nicht jeden dieser Punkte bei jeder Übung bearbeiten.
Wenn Du gerne einen festen Plan hast, kannst Du beispielsweise mit diesem Wochenplan starten.
15 Minuten
15–20 Minuten
Arbeite an einem Song, den Du gerne singst.
Übe insbesondere schwierige Stellen.
Du musst nicht jeden Tag ein „Training“ absolvieren.
Sing einfach zum Spaß.
Zum Beispiel beim Kochen, Autofahren oder unter der Dusche.
Wobei die Dusche akustisch natürlich schummelt.
Alles klingt dort plötzlich professioneller.
15 Minuten
20 Minuten
Singe Deinen Song und nimm Dich anschließend kurz auf.
Höre Dir die Aufnahme an.
15–30 Minuten
Hier darf der Spaß im Vordergrund stehen.
Deine Stimme darf auch mal frei haben.
Dieser Plan ist natürlich kein Gesetz.
Wenn Du nur drei Tage pro Woche Zeit hast, ist das ebenfalls völlig in Ordnung.
Ja.
Wenn Du beispielsweise Montag, Mittwoch und Samstag übst, kannst Du trotzdem Fortschritte machen.
Gerade am Anfang ist Regelmäßigkeit wichtiger als Perfektion.
Es bringt Dir wenig, jeden Sonntag einen zweistündigen Gesangsmarathon zu veranstalten und die restliche Woche gar nicht zu singen.
Drei kurze Einheiten können sinnvoller sein.
Noch besser:
Du findest einen Rhythmus, der dauerhaft in Deinen Alltag passt.
Denn ein Trainingsplan funktioniert nur dann, wenn Du ihn tatsächlich umsetzt.
Wenn Du zwischen diesen beiden Möglichkeiten wählen musst, ist regelmäßiges Üben häufig die praktischere Variante.
Beispielsweise:
7 × 10 Minuten = 70 Minuten
kann für das Lernen bestimmter Fähigkeiten günstiger sein als:
1 × 60 Minuten
Denn Du setzt Dich immer wieder mit Deiner Stimme auseinander.
Das hilft besonders bei Dingen wie:
Natürlich ist auch eine längere Einheit nicht automatisch schlecht.
Wenn Du gerne 45 Minuten am Stück singst und Deine Stimme das problemlos verträgt, spricht grundsätzlich nichts dagegen.
Aber gerade als Anfänger musst Du keine langen Trainingseinheiten erzwingen.
Das ist eine der Fragen, die fast jeder Anfänger irgendwann stellt:
„Wann werde ich endlich gut singen können?“
Eine konkrete Zeit lässt sich nicht seriös für alle Menschen angeben.
Wie schnell Du Fortschritte machst, hängt unter anderem davon ab:
Vielleicht merkst Du bereits nach wenigen Wochen, dass Du Töne sicherer triffst.
Vielleicht fällt Dir das Atmen leichter.
Vielleicht klingt Deine Stimme freier.
Vielleicht kannst Du plötzlich einen Song singen, der vorher zu schwierig war.
Fortschritt zeigt sich nicht immer darin, dass Deine Stimme plötzlich „zehnmal besser“ klingt.
Manchmal ist der Fortschritt viel subtiler.
Du brauchst beispielsweise weniger Kraft für denselben Ton.
Oder Du weißt früher, wann Du einen Ton nicht sauber treffen wirst.
Auch das ist ein Fortschritt.
Nein.
Du musst nicht jeden Tag technische Übungen machen.
Es kann sogar sinnvoll sein, zwischen konzentrierten Trainingseinheiten immer wieder Tage mit weniger Belastung einzuplanen.
Besonders wenn Du gerade erst anfängst, solltest Du lernen, auf Deine Stimme zu hören.
Dann gilt:
Pause statt Ehrgeiz.
Eine Trainingspause ist kein Rückschritt.
Sie gehört zum Training dazu.
Mehr ist beim Singen nicht automatisch besser.
Wenn Du Deine Stimme übermäßig belastest, kann sie ermüden.
Besonders problematisch kann es sein, wenn Du über längere Zeit:
Wenn Deine Stimme regelmäßig heiser wird oder Du Schmerzen beziehungsweise anhaltende Beschwerden hast, solltest Du das ernst nehmen und gegebenenfalls fachlich abklären lassen.
Beim Singen lernen sollte das Ziel nicht sein, Deine Stimme möglichst stark zu belasten.
Das Ziel ist:
mehr Kontrolle bei möglichst effizientem Stimmeinsatz.
Wenn Du eine richtige Gesangsübung machst, kann ein sanftes Aufwärmen sinnvoll sein.
Gerade wenn Du anschließend länger oder anspruchsvoller singen möchtest.
Du kannst beispielsweise mit sehr einfachen Übungen beginnen:
Beginne in einer angenehmen Lage.
Du musst nicht direkt nach dem ersten „Hallo“ den höchsten Ton Deines Lebens singen.
Deine Stimme wird es Dir vermutlich danken.
Wenn Du gerade anfängst, konzentriere Dich nicht auf 25 verschiedene Gesangsübungen.
Ein paar Grundlagen reichen.
Kannst Du einen Ton hören und nachsingen?
Kannst Du ruhig einatmen und den Ton kontrolliert beginnen?
Kannst Du einen Ton beginnen, ohne ihn zu drücken?
Kannst Du einen Ton mehrere Sekunden stabil halten?
Kannst Du Dich langsam nach oben und unten bewegen, ohne zu pressen?
Kannst Du eine einfache Melodie im richtigen Timing singen?
Kannst Du das Gelernte auf einen echten Song übertragen?
Damit hast Du bereits eine solide Grundlage.
Hier lauert eine typische Falle:
„Ich will schnell besser werden, also muss ich möglichst viel trainieren.“
Nicht unbedingt.
Wenn Du schnell Fortschritte machen möchtest, solltest Du vor allem gezielt üben.
Nehmen wir an, Du singst in einem Song immer dieselbe Stelle zu tief.
Dann bringt es wenig, den gesamten Song 15-mal zu singen.
Arbeite stattdessen fünf Minuten genau an dieser Stelle.
Spiele den Ton.
Höre ihn.
Singe ihn.
Überprüfe ihn.
Singe die Phrase.
Wiederhole.
Danach gehst Du zum nächsten Abschnitt.
Das ist wesentlich zielgerichteter.
Nicht jede Minute, in der Du singst, muss als Training betrachtet werden.
Und das ist wichtig.
Denn Du solltest beim Singen lernen nicht den Spaß verlieren.
Es gibt einen Unterschied zwischen:
„Ich trainiere meine Stimme.“
und
„Ich singe, weil ich Lust darauf habe.“
Beides ist wertvoll.
Wenn Du einfach Deinen Lieblingssong singst, kannst Du trotzdem musikalische Fähigkeiten entwickeln.
Du arbeitest vielleicht automatisch an:
Also:
Sing ruhig auch mal völlig unvernünftig.
Wohnzimmerkonzerte sind ausdrücklich erlaubt.
Das Publikum muss davon ja nichts erfahren.
Beides kann sich sehr gut ergänzen.
Ein Gesangslehrer kann Dir zeigen, was Du üben solltest und wie.
Das eigene Üben sorgt anschließend dafür, dass Du diese Fähigkeiten tatsächlich entwickelst.
Du kannst Dir den Unterricht wie eine Landkarte vorstellen.
Das Üben ist die Reise.
Eine einzelne Gesangsstunde pro Woche kann Dir wertvolle Impulse geben.
Aber wenn Du zwischen den Stunden überhaupt nicht singst, bekommt Deine Stimme deutlich weniger Gelegenheit, das Gelernte zu festigen.
Deshalb ist eine Kombination häufig sinnvoll:
Unterricht + regelmäßiges eigenes Üben.
Das kennen wahrscheinlich mehr Menschen, als Du denkst.
Montag:
„Heute werde ich Sänger!“
Dienstag:
„Natürlich übe ich.“
Mittwoch:
„Vielleicht morgen.“
Donnerstag:
„Wo ist eigentlich mein Mikrofon?“
Freitag:
„Ich singe am Wochenende.“
Das Problem ist häufig nicht fehlende Motivation.
Es ist die Größe der Aufgabe.
Wenn Du Dir vornimmst:
„Ich muss jetzt 60 Minuten Gesang trainieren.“
kann die Hürde ziemlich hoch sein.
Versuche stattdessen:
„Ich singe nur fünf Minuten.“
Fünf Minuten sind überschaubar.
Und sehr häufig passiert dann etwas Interessantes:
Nach fünf Minuten hast Du Spaß und machst freiwillig weiter.
Wenn Du überhaupt keine Lust hast, übe nur fünf Minuten.
Stelle einen Timer.
Mach:
1 Minute Summen
1 Minute Töne nachsingen
1 Minute Tonleiter
1 Minute Song
1 Minute freie Wiederholung
Danach darfst Du aufhören.
Kein schlechtes Gewissen.
Kein „Ich hätte eigentlich mehr machen müssen“.
Wenn Du danach weitermachen möchtest: wunderbar.
Wenn nicht: ebenfalls okay.
Der große Vorteil:
Du hältst Deine Übungsroutine am Leben.
Ein guter Übeplan sollte vor allem realistisch sein.
Wenn Du berufstätig bist, Kinder hast, studierst oder einfach einen vollen Alltag hast, ist ein Plan mit täglich 90 Minuten möglicherweise nicht besonders sinnvoll.
Besser:
Montag – 15 Minuten
Mittwoch – 15 Minuten
Freitag – 20 Minuten
Sonntag – 20 Minuten
Das sind bereits 70 Minuten pro Woche.
Und wenn Du zwischendurch Lust bekommst, kannst Du zusätzlich singen.
Ein guter Trainingsplan sollte nicht Dein Leben bestimmen.
Er sollte sich in Dein Leben integrieren.
Fortschritt beim Singen ist manchmal schwer zu bemerken, weil Du Dich selbst jeden Tag hörst.
Deshalb lohnt es sich, regelmäßig Aufnahmen zu machen.
Nimm beispielsweise am Anfang eines Monats einen kurzen Songabschnitt auf.
Dann wieder vier Wochen später.
Vergleiche die beiden Aufnahmen.
Achte auf:
Vielleicht wirst Du überrascht sein.
Denn Fortschritte passieren häufig schleichend.
Wenn Du eine konkrete Orientierung möchtest, kannst Du diesen Plan ausprobieren.
3–4 Einheiten pro Woche, je 10–15 Minuten
Schwerpunkte:
Ziel:
Eine regelmäßige Routine entwickeln.
4 Einheiten pro Woche, je 15 Minuten
Schwerpunkte:
Ziel:
Töne bewusster wahrnehmen und sicherer treffen.
4 Einheiten pro Woche, je 15–20 Minuten
Schwerpunkte:
Ziel:
Mehr Kontrolle über den Stimmeinsatz entwickeln.
4–5 Einheiten pro Woche, je 15–20 Minuten
Schwerpunkte:
Ziel:
Die Übungen in echtes Singen übertragen.
Eine gewisse Ermüdung nach ungewohntem Training kann vorkommen.
Aber Du solltest unterscheiden zwischen:
„Meine Stimme ist etwas müde.“
und
„Meine Stimme fühlt sich gereizt oder schmerzhaft an.“
Letzteres solltest Du nicht einfach ignorieren.
Auch anhaltende Heiserkeit ist kein Trainingsziel.
Wenn stimmliche Beschwerden regelmäßig auftreten oder nicht verschwinden, ist es sinnvoll, sie fachlich abklären zu lassen.
Ein gutes Gesangstraining sollte Dir langfristig mehr stimmliche Kontrolle geben – nicht ständig Probleme verursachen.
Dann übst Du am Wochenende.
Ganz einfach.
Natürlich kann häufigeres Üben Vorteile haben, aber Dein Trainingsplan muss zu Deinem Leben passen.
Wenn Du Samstag 20 Minuten und Sonntag 20 Minuten singst, ist das besser als ein perfekter Plan, den Du nie umsetzt.
Vielleicht kannst Du zusätzlich im Alltag kleine Übungen einbauen.
Zum Beispiel:
Singen lernen findet nicht ausschließlich vor dem Spiegel statt.
Gerade Anfänger möchten manchmal möglichst schnell möglichst viel erreichen.
Dann wird der hohe Ton immer wieder versucht.
Noch einmal.
Und noch einmal.
Und noch einmal.
Bis die Stimme irgendwann sagt:
„Freund, wir müssen reden.“
Wenn ein Ton heute nicht funktioniert, bedeutet das nicht, dass Du ihn erzwingen solltest.
Arbeite daran Schritt für Schritt.
Vielleicht brauchst Du eine andere Übung.
Vielleicht ist der Ton momentan außerhalb Deines komfortablen Bereichs.
Vielleicht ist die Technik noch nicht ausreichend entwickelt.
Geduld ist beim Singen lernen keine Schwäche.
Sie ist ein Trainingsprinzip.
Wenn Du gerade mit dem Singen beginnst, kannst Du Dich an folgendem Grundsatz orientieren:
Regelmäßig, kurz und bewusst.
Für viele Anfänger sind 3 bis 5 Übungseinheiten pro Woche mit jeweils etwa 10 bis 20 Minuten ein sinnvoller Startpunkt.
Du kannst auch täglich singen, solange Du Deine Stimme nicht überforderst.
Wichtiger als die genaue Minutenanzahl ist:
Übe regelmäßig.
Übe gezielt.
Höre auf Deine Stimme.
Mach Pausen.
Und hab Spaß dabei.
Denn Singen lernen ist kein Wettrennen.
Du musst nicht in vier Wochen perfekt singen können.
Wenn Du heute einen Ton ein kleines bisschen sicherer triffst als letzte Woche, hast Du Fortschritte gemacht.
Wenn Du eine Phrase entspannter singen kannst, hast Du Fortschritte gemacht.
Wenn Du Dich traust, einen Song aufzunehmen, den Du früher niemals gesungen hättest, hast Du ebenfalls Fortschritte gemacht.
Und genau aus diesen kleinen Fortschritten entsteht mit der Zeit etwas Großes:
Eine Stimme, die Du immer besser kennst und immer sicherer einsetzen kannst.
Also: Such Dir heute einen Song aus, den Du liebst.
Stell Dir einen Timer auf zehn Minuten.
Und fang einfach an.
Nicht perfekt.
Nicht laut.
Nicht spektakulär.
Einfach regelmäßig.
Denn genau so beginnt Singen lernen.
Jetzt 100% GRATIS Video Tutorial anfordern: